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Weg mit den Ausländergesetzen

Studierendenschaft TU Darmstadt (ed.)
Weg mit den Ausländergesetzen. Keine Angabe.

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Typ des Eintrags: Anderes
Titel: Weg mit den Ausländergesetzen
Kurzbeschreibung (Abstract): Für eine antirassistische Bewegung in der Bundesrepublik; 2. überarbeitete Auflage; Feindbild Ausländer; Propagandakampagne gegen Ausländer in der BRD; Kaum ein Tag vergeht ohne Sensationsmedlungen zum Thema ´Ausländerproblem´ ; Dogenrazzien im Frankfurter Raum liefern wochenlang Material für Schlagzeilen, die afrikanischen Asylsuchenden eine Vorliebe für Rauschgiftkriminalität unterstellen; Auch die Frankfurter Rundschau, mit Titeln wie ´Zwei Heroinbömbchen´ und den Asylantrag in der Tasche´ zur Kreation des Bürgerschrecks ´Asylkriminalität´; Die Not thailändischen Prostituierten, die sich Menschenhändlern anvertrauen um in der BRD ein paar Mark zu verdienen, wird in Magazinsendungen und Zeitschriften voyeuristisch ausgebreitet um Stimmung zu machen für Abschiebungen und Visaauflagen für Südostasien; Gleichzeitig spielen Politiker deutsche Aussiedler aus Osteuropa gegen Flüchtlinge und Ausländer aus; Bundeskanzler Kohl bezeichnete die Integration der Aussiedler als ´Nationale Aufgabe´, die alle Deutschen in gleicher weise ´ideell und materiel´verpflichtete; Während den Flüchtlingen neue Beschränkungen des Asylrechts angedroht werden, wird Aussiedlern bescheinigt, sie seien aufgrund ihres ´Deutschtums´hier besonders willkommen; Seit Beginn der achtziger Jahre ist das sogenannte ´Ausländerproblem´ ein Lieblingsthema der bürgerlichen Politik; Dies gilt nicht für die BRD, sondern für alle Industrienationen Westeuropas; In Frankreich suchen sich traditionelle Rechte unter Jacques Chirac und Le Pen´s neo-faschichstische Front National seit Jahren mti Propaganda gegen nordafrikanische Einwanderer gegenseitig zu überbieten, während in den schwarzen Ghetttos Großbritanniens bürgerkriegsähnliche Polizei-Besetzungen, Straßenpatrouillen und Massenverhaftungen heute routinemäßiger Bestandteil des Alltagslebens sind; Die Vorstellung, Ausländern seien ein Problem, dem mit staatlichen Maßnahmen begegnet werden muss, wird von allen etablierten Parteien geteilt; Anwerbestopp; Die alltägliche Erfahrung zeigt, dass das ´Ausländerproblem´eine Fiktion ist; Es kommt selten vor, dass türkische Arbeiter deutsche Arbeitnehmer entlassen, den Lohn kürzen oder Sozialversicherungsbeiträge erhöhen, oder dass ein Asylsuchender Aus Sri Lanka zur Sonntagsarbeit zwingt; Die Vorstellung Ausländer seien eine Gefahr für deutsche Arbeiter, für Arbeitsplätze oder Lebensstandard, entbehrt einer rationalen Grundlage; Es sind nicht Ausländer, sondern Unternehmer, Politiker und Staat, die mit Arbeitsplatz- und Sozialabbau oder den Folgen der wirtschaftlichen Krise auf dem Rücken der deutschen wie der ausländischen Lohnarbeiter auszutragen suchen; Das wirkliche Problem sind die Unterdrückung und die Feindseligkeit, der Ausländer angesetzt sind; Ausländer unterliegen Sondergesetzen, die sie zu Menschen zweiter Klasse stempeln; Durch diese Gesetze wird die diskriminierende Behandlung ausländischer Arbeiter in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens- vom Arbeitsplatz bis zum Wohnungsmarkt und zur Schule - rechtlich begründet; So wird die Gesellschaft in Menschen erster und zweiter Klasse gespalten und die Grundlage für die Ausbreitung eines nationalistischen, von Vorurteilen geprägten sozialen Klimas geschaffen
Freie Schlagworte: Ausländer, Rassismus, Rassismus in Darmstadt, Flüchtlinge, Asylgesetz, Asyl, Asylsuchende, Arbeitsmarkt, Gesellschaft, Wirtschaft, Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Lebensstandard
Ordner: AStA Referate > Sonstige > Ordner 10 86 - 89
Beteiligte: AStA TU Darmstadt
Sonstige
TU Darmstadt
Hinterlegungsdatum: 13 Aug 2019 15:55
Letzte Änderung: 13 Aug 2019 15:55
Zugriff erlaubt für: Jeden
URI: https://astarchiv.ulb.tu-darmstadt.de/id/eprint/4531

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